26.01.2026

Du und deine Komfortzone

 

Komfortzone: Dein sicherer Boden fürs Wachsen

Sie ist seit Jahren in aller Munde: die Komfortzone. Und sie zu verlassen gilt schon fast als Allheilmittel, um sich endlich richtig gut zu fühlen – hier in der Welt voller Ansprüche an uns.

Ja, Wachstum braucht neue Schritte

Versteh mich richtig: Für jede Entwicklung ist es notwendig – ja essenziell –, aus der Komfortzone herauszuwachsen. Größer zu werden, Neues zu entdecken. Mehr zu werden, sich zu entfalten.

Und dennoch: Ohne sicheren Boden wird es schwer

In meinem Erleben ist es dafür aber umso wichtiger, eine klar definierte Komfortzone zu haben und diese reichlich zu kultivieren. Denn ohne Komfortzone, die du auch fühlst, kannst du schlecht weiter gehen. Dein System spürt, dass Boden fehlt: innere Ruhe und Halt in dir selbst – und auch in einer haltenden Gemeinschaft.

Das Bild vom Baum: Wurzeln vor Höhe

Wie soll ein Baum in den Himmel wachsen, wenn er kein gutes verzweigtes Wurzelwerk hat, Sonne als Kraftquelle – und um ihn herum Bäume, die ihn schützen?

Erst Sicherheit, dann Abenteuer

Bevor es also losgeht – in die Welt, ins neue Abenteuer –, braucht es Sicherheit in uns drin: dass ich Herausforderungen bewältigen kann und weiß, ich kann auch wieder in meine Ruhezone, um zu verschnaufen. Das ist wichtig, damit du all das neu Erlebte und Erfahrene verarbeiten und integrieren kannst. Sonst schmilzt es weg wie Eis in der Sonne.

Deine Komfortzone finden: Fragen zur Orientierung

Ein wichtiger Schritt ist für mich also zu prüfen: Wie sieht meine Komfortzone aus? Wo fühle ich mich sicher – in mir und mit wem oder mit was? Mich immer wieder mit mir zu verbinden und mich in die Sicherheit hinein zu orientieren. Mich hier zu nähren und Kraft zu sammeln.

Praktische Tipps: So landest du weich in deiner Komfortzone

  • Wenn du dich niederlässt, um auszuruhen: Wie fühlt es sich in dir drin an? Und fühlt sich deine Umgebung sicher an? Schau dich in Ruhe um.
  • Was kannst du für dich tun, um für mehr Sicherheit zu sorgen und dein Wohlbefinden zu steigern? Oft sind es kleine Dinge: eine wärmere Jacke, ein anderer Sessel – spür in dich rein.
  • Was könnte dir jetzt besonders guttun? Wie kannst du es dir wirklich bequem machen: warmer Tee, Kakao, die Tasse am Herzen, ein warmes Bad?
  • Lasse die Antworten aus deinem Inneren kommen.
  • Und dann: Atme sanft und tief ein, lass deinen Atem zart ausströmen – und lande weich in deiner Komfortzone.


Das ist zwar nur ein kleiner Schritt, aber meine Erfahrung ist: Zu viele Schritte verwirren uns, setzen uns unter Druck – und schnell lassen wir es wieder.

Probiere es gerne aus – ein paarmal mehr als vielleicht sonst –, um Veränderung zu spüren.

Eine stabile Komfortzone entsteht auch über den Körper: Bei Yoga & Embodiment in Neuruppin zeige ich dir Wege, wie du Sicherheit spürst, regulierst und dann mutig weitergehen kannst.

In Verbundenheit
Silke